Donnerstag, 17. Dezember 2009

Sonne

Oh man, ist das kalt. In Zeiten wie diesen rutscht mir immer wieder ein Satz über die Lippen "Ich will nach Kalifornien". Ich brauche einfach mehr Sonne. Aber was soll man machen.

Gerade war ich im Internet und habe meinen alten Freund Bill Bower wieder gefunden. Nicht als Bild, nicht in irgendwelchen Foren, sondern als jemanden, der in einer Kirche predigt. Ich habe Bill mal vor Jahren in Kalifornien auf dem Campus meiner Uni kennen gelernt. Er ist schon etwas älter, Tennislehrer und Schauspieler, und in vielem einfach ein Unikat. Wollt ihr trotzdem wissen, wie Bill aussieht? Okay, verstehe ich...;)


Es tut gut, seine vertraute Stimmen zu hören. Die Predigt ist auch echt gut. Er redet glaube ich über eines seiner Lieblingsthemen. Über Christus in uns. Er hat recht: So oft versuchen wir etwas zu sein, was Christus in uns schon längst ist. Wir versuchen gerecht zu sein, aber Christus ist unsere Gerechtigkeit. Wir schleppen uns mit Schuldgefühlen durch die Gegend, obwohl Jesus für uns die Schuld schon längst getragen hat. Wir bestrafen uns oder andere, obwohl die Strafe schon auf Jesus lag. Das ist doch was besonders der Römer-/Galater-/Epheserbrief sagt: Wenn wir versuchen nach dem Gesetz unsere Gerechtigkeit vor Gott zu leben, geben wir der Sünde erst Kraft...Wisst ihr wie ich das meine. Bill hat es mal so ausgedrückt: "Toby, ich habe eine Sünde in meinem Leben, und ich habe Gott gesagt, dass er mich da raus holen soll - wenn es nicht tut, dann werde ich in einer Tour damit weitermachen..." Ich glaube, dass ist eine Erkenntnis, die tief ist. Sie auszuführen, würde hier auch den Rahmen sprengen. Aber, wenn wir sie bekommen, dann denke ich, dass es uns innerlich und in unserer Beziehung zu Gott erwärmen kann, wie ein subtropisches Klima, was ich mir wünschte...na ja, da kann ich ja auch in der Erinnerungen schwelgen :)

Falls euch die Predigt von Bill interessiert, einfach auf http://gatheringplace.us/messages.php und dann den folgenden File runterladen:) 08/09/09 The Lie of the Independent Self Bill Bower

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Mythen

Es gibt ja eine Menge Mythen die rund um das Leben an sich kursieren. Natürlich sind wir da als Christen auch nicht ausgeschlossen. Jesus selbst wurde mit vielen selbst konfrontiert. Manche sind zum schmunzeln, mache sogar schockierend. Vielleicht sollte man mal ein Buch darüber schreiben (wenn es nicht schon ein gutes darüber gibt).
Eines dieser sogenannten Mythen ist mir in der letzten Zeit immer über das, was wir im Bibeldeutsch als "Vollmacht" beschreiben. Vollmacht meint, in der Lage zu sein, mit gewaltiger (göttlicher) Kraft zu handeln. In der Konsequenz entstehen große Dinge / Wunder etc...
Ich erkenne zwei Tendenzen unter uns Christen...a) Minderwert: Wir denken, dass wir dafür nicht in der Lage sind und überlassen es einfach den sogenannten geistlichen Helden, Theologen, Pastoren Missionaren.. b) Stolz: Wir denken, dass wenn wir nur genug fromme Übungen erfüllen, heilig und gut genug sind, Gott uns gebrauchen kann. Quasi ein pharisäerhafter Geist, den wir dann ausleben...

Beides ist ein Mythos!

Das Biblische Wort Vollmacht kommt aus dem griechischen Wort "Exousia" was soviel Bedeutet wie "Aus dem Sein heraus handeln". Vollmacht kommt also aus dem "Sein" und nicht aus dem "Tun".

Paulus nennt dieses Bewusstsein, dass Christus durch den Heiligen Geist in den Gläubigen IST und damit die gleiche Kraft, die Jesus von den Toten auferweckt hat...

Wenn wir also aus dem Bewusstsein handeln, dass Christus in uns ist, und wir mit ihm alle Möglichkeiten haben, wir genug sind; eben aus der Verbindung mit Gott heraus agieren....dann haben wir die Exousia (Vollmacht) Gottes.

Ist doch befreiend, oder?

Dienstag, 17. November 2009

...

Rich Mullins hat einmal gesagt, dass das Christentum nicht die Religion ist, die in vielen Punkten den meisten Sinn macht, aber es ist die Religion, die Leben bringt.
Wenn ich in die Bibel gucke, dann sehe ich zum Beispiel, dass die Menschen die dort mit Gott Geschichte geschrieben haben und von ihm benutzt wurden, nicht die perfekten, geheiligten Gläubigen waren. Nein, es waren vielmehr verrückte und zerbrochene Menschen. Aber sie folgten seinem Ruf und Gott goss seine Liebe und sein Leben über sie aus.
Auch wir folgen diesem Gott. Ihm, der seine Liebe zu uns zeigt, indem er uns für große Taten benutzen will. Der uns so sehr liebt, dass er wie wir wurde, damit wir wie er werden könnten. Wir folgen einem Gott, der den Müll aus unserem Leben nehmen möchte um daraus ein Kunstwerk zu machen.

Donnerstag, 5. November 2009

Honig

Ich mag eigentlich keinen Honig, werde ihn aber ausnahmsweise demnächst mal testen. Einfach um besser die Kultur zur Zeit Jesu zu verstehen.

Jüdische Kinder zur Zeit Jesu wurden mit 6 Jahren Schulpflichtig. Dort sollte Ihnen das Zeug für ein erfolgreiches Leben gegeben werden. Die damalige Grundschule dauerte 4 Jahre und wurde Bet Safer genannt. Was wurde eigentlich gelernt? Man lernte die Torah, also die ersten fünf Bücher Mose (Genesis, Exodus, Leviticus, Numeri, Deuteronomium) auswendig. AUSWENDIG. Der lokale Rabbi (Lehrer) begann die erste Unterrichststunde damit, indem er seinen Schülern Honig auf den Finger schmierte. Während er also aus 4. Mose 15, 37 zitierte und daran erinnerte in den Worten Gottes zu bleiben, sollten sich die Schüler den Honig von den Fingern lecken. Es ist doch genial, wie gut Gottes Bilder sind. Gott ist nicht der Moralapostel, sondern seine Worte sollen uns helfen, uns zeigen, wie er uns liebt.

Auch wenn ich kein Fan von Honig bin (vielleicht gehts ja auch mit Nutella) werde ich das mal praktizieren....vielleicht auch gerade zu Zeiten, wo ich es nicht so hinbekomme nach Gottes Wort und Richtlinien zu leben.

Montag, 26. Oktober 2009

YHWH

Wie oft wünschten wir uns, dass Gott in unserem Leben auftaucht. Aber ich glaube er ist schon da und wartet nur darauf uns zu begegnen.

Die Geschichte von Mose und seiner Begegnung mit Gott (YHWH) ist faszinierend. Da ist Mose in Midian seit 40 Jahren als Hirte für die Schafe seines Schwiegervaters unterwegs, und auf einmal wird er von einem brennenden Dornenbusch in den Bann gezogen. Als er näher kommt, hört er die Stimme Gottes. Gott spricht zu Mose und sagt ihm er solle die Schuhe ausziehen, denn der Boden auf dem er Gott begegnet ist heilig.
War das ein besonderer Boden? Nein, Mose ist dort ja schon seit 40 Jahren rauf und runter gewandert. Aber jetzt hat Mose gemerkt, dass Gott da war. Ein heiliger Moment.
Wie oft stehen in unserem Leben Dornenbüsche, die wir links und rechts übersehen?
Gott ist da, aber manchmal müssen wir ihm einfach Raum und Zeit geben, zu uns zu reden.

Samstag war ich bei Eintracht Braunschweig im Stadion. Zur Halbzeit stand´s 1:3 aus Sicht der Eintracht. An der Würstchenbude komme ich mit Dirk, einem Mann so Mitte 40, ins Gespräch. Ich werde ihm als Pastor vorgestellt und dann sagt er: Wenn das heute hier noch 3:3 ausgeht, komme ich in deine Kirche. Ich habe noch einen draufgesetzt (warum weiß ich auch nicht). Es wird 4:3 ausgehen! Dann hat er gesagt, das er dann morgen bei mir im Gottesdienst ist. Mit einem Grinsen und den Worten: "Bis morgen" hatte ich mich dann wieder auf meinen Platz begeben. Ich war noch nicht mal wieder da, da stand´s schon 2:3. Fünf Minuten später 3:3 und dann nach weitern Fünf Minuten das unglaubliche 4:3. Auf einmal stand ich vor meinem Dornenbusch für den Tag und habe gespürt: Gott ist da.

Dirk war gestern also tatsächlich im Gottesdienst. Das letzte Mal, dass er das erlebte liegt schon 34 Jahre zurück. Er sagte mir, dass in dem Moment als das 4:3 fiel er den Leuten sagte, es wird so bleiben. Macht euch keine Sorgen, ich habe gerade einem Pastor gesagt, dass ich in die Kirche gehe, wenn es so ausgeht. Alle waren verblüfft. Dirk hatte eine stoische Ruhe während des Spiels, auch als 2 Mal die Stuttgarter alleine vor dem Tor auftauchten. Ja, das Spiel endete genau 4:3 für Eintracht. Wahnsinn!!!

Wir sind an unserem brennenden Dornenbusch stehengeblieben. Gott sprach zu uns....

Gott hat zu Mose in der Wüste gesprochen, zu uns im Stadtion....wo kann es für dich diese Woche dran sein?

Geh nicht an den Momenten vorbei, wo Gott zu dir reden will...ER IST DA!!!

Donnerstag, 22. Oktober 2009

YHWH

Ich hatte vor 2 Tagen Geburtstag. Es war genial und ist wie immer ein Tag, wo man das Geschenk des Lebens feiert. Die alte Tradition, die Kerzen der Geburtstagstorte auszublasen, erinnert daran, dass jeder der circa 20 Tausend Atemzüge, die jeder von uns pro Tag nimmt, ein Geschenk ist. Atem = Leben = Geschenk!

YHWH ist die Hebräische Bezeichnung für Gott. Forscher streiten darüber, wie man das Wort ausspricht, die geläufigste Aussprache ist wohl "Jahwe". Dennoch ist man sich nicht sicher, denn es sind keine Vokale überliefert. Das Wort ist ohnehin schwer auszusprechen, denn in der Zusammenstellung YHWH gibt das Wort einen Sound, der sich stark so anhört, als würde man AUSATMEN. Ich finde es eine geniale Beschreibung für Gott. Das erste was wir als Baby tun ist einzuatmen und das letzte was wir tun bevor wir diese Welt verlassen ist auszuatmen. Selbst wenn ein Atheist sagt, könnten wir bei genauem Hinhören hinter seinen Worten immer wieder den Sound des Atmens, den Sound Gottes hören "YHWH - YAAAAHHHHWWWW Gott..." Jede Atemzug, jeder Satz den wir formen spricht den Namen Gottes aus!!!!

Unser Leben ist oft viel zu beschäftigt, als das wir uns über unser Atmen Gedanken machen. Doch die Menschen haben sich seit Jahrtausenden über die tiefere Bedeutung von Atmen Gedanken gemacht und hier und da müssen wir das auch tun. In der Bibel ist das Wort für Atem das gleiche Wort wie für Geist. Unser Atem gibt uns Leben. Der Geist Gottes macht uns zu lebendigen Menschen für jetzt und alle Zeit.

Wenn wir also nicht nur unsere Lungen immer wieder mit Luft füllen sondern auch den Geist Gottes einatmen, dann kommen wir dahin, das zu erkennen worum es eigentlich im Leben geht. Woran wir erinnert werden, wenn wir ein- und ausatmen. Es geht um Gott, den Erfinder des Lebens....YHWH....

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Wort und Geist Kritik

Im Link ein aufklärender Beitrag zu sogenannten "Wort und Geist" Kirchen, die sich in Deutschland schlagartig vermehrt haben. Schade, dass gesunde Freikirchen in den gleichen Topf geworfen werden. Als Freikirche angefangen, hat sich Wort und Geist nämlich zu einer Sekte entwickelt. WuG verblendet Menschen, führt sie in Abhängigkeit und Realitätsflucht. Vor allem vermittelt WuG ein verzerrtes und gefährliches Gottesbild. Das wird in dem Bericht gut deutlich. Natürlich berichtet Frontal21 auch kritisch über Elemente, die wir in einigen gesunden Freikirchen wiederfinden könnten. Das ist die Spannung in der wir manchmal leben müssen, denn die gemeinste Täuschung ist eben einige gute Erkenntnisse mit einer tödlichen Portion Lüge zu vermischen. "Wort und Geist" ist leider so eine Bewegung geworden. Sie hinterläßt verbrannte und missbrauchte Menschen, wirft ein schlechtes Bild auf Kirche UND tut dies vor allem im Namen Gottes.
Ich bin traurig darüber und bete für die Leute, die von WuG betroffen sind.

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